Informationen über Psychotherapie

Unter Psychotherapie versteht man die gezielte, professionelle Behandlung psychischer und/oder psychisch mitbedingter körperlicher Störungen mit wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Methoden.

Die Verhaltenstherapie als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren befasst sich, anders als ihr Name es vermuten lässt, nicht nur mit konkretem Verhalten, sondern auch mit den Erwartungen, Bewertungen und Gefühlen, die den problematischen Verhaltensweisen zugrunde liegen. Deshalb spricht man bei der modernen Form der Verhaltenstherapie auch von der „kognitiven Verhaltenstherapie“, im Folgenden wird jedoch der Einfachheit halber nur die Kurzform „Verhaltenstherapie“ verwendet.

Der Ablauf einer Psychotherapie mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie gestaltet sich meist folgendermaßen:

Der eigentlichen Psychotherapie sind (zumindest in den Richtlinien der gesetzlichen Krankenkassen) bis zu drei sogenannte Sprechstundentermine vorgelagert, in denen zunächst die Indikation / Notwendigkeit einer Psychotherapie geprüft wird und erste Daten erhoben werden

Kommt man zum Ergebnis, dass eine Psychotherapie indiziert / notwendig / sinnvoll ist, beginnt die eigentliche Therapie zunächst mit bis zu vier vorgelagerten sogenannten probatorischen Sitzungen (also Sitzungen zur Probe).

Diese Gesprächstermine dienen zum einen dem Kennenlernen und zum anderen der Erhebung wichtiger Daten zum Symptomverlauf und den derzeitigen Beschwerden. Auch sollen diese vorgelagerten Sitzungen zur Probe dazu dienen, für sich zu entscheiden, ob man sich bei dem jeweiligen Therapeuten / der jeweiligen Therapeutin so wohl fühlt und eine ausreichende Vertrauensbasis für die weitere psychotherapeutische Zusammenarbeit besteht.

Ist dies der Fall, wird im Anschluss an die probatorischen Sitzungen ein Therapieantrag an die jeweilige Krankenkasse / Krankenversicherung gestellt. Eine verhaltenstherapeutische Kurzzeittherapie umfasst zunächst 12 bis 24 Sitzungen à 50 Minuten mit in der Regel einem Termin pro Woche, kann bei Bedarf aber auch früher beendet oder darüber hinaus weiter bis zu maximal 80 Sitzungen verlängert werden.

Die in der Psychotherapie besprochenen Inhalte werden streng vertraulich behandelt unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht.

Was die inhaltliche Arbeit angeht, werden Ihnen meist zu Beginn Informationen zum besseren Verständnis der Entstehung und Aufrechterhaltung Ihres Beschwerdebildes an die Hand gegeben. Auf dieser Basis wird im Anschluss daran gemeinsam ein Behandlungsplan mit konkreten Zielen und therapeutischen Vorgehensweisen erarbeitet. Je nach Beschwerdebild ist solch ein Plan natürlich flexibel zu handhaben, bietet aber einen strukturellen Rahmen für die Therapie.

In der Verhaltenstherapie stehen unter anderem folgende Therapiemethoden zur Verfügung: